Sturzprophylaxe bei Senioren

Besonders bei Senioren besteht ein erhöhtes Risiko eines Sturzes. Durch körperliche Einschränkungen und altersbedingte Beeinträchtigungen kann sich die Sturzgefahr erheblich steigern. Auch plötzlich auftrende Schwindelgefühle oder Gleichgewichtsstörungen bei Schwerhörigen, können auch, gerade bei älteren Menschen, zu gravierenden Folgen führen. Denn durch die verlangsamte Reaktionsfähigkeit, gerade bei Senioren, besteht ein viel größeres Frakturrisiko.

Die so betroffenen Senioren verlieren oftmals das Vertrauen in ihre eigene Belastbarkeit und werden unsicher. Was zu psychischen Störungen führen kann. Um so einem Trauma entgegen zu wirken, ist eines der wichtigsten Säulen in der Alten- und Demenzpflege die Sturzprophylaxe.

 

Vorsorgemaßnahmen

In Pflegeeinrichtungen sowie Zuhause gibt es einige Maßnahmen mit denen Stürzen vorgebeugt werden kann. Schon durch einfache Maßnahmen kann bei der häuslichen Einrichtung oder dem alltäglichen Verhalten einem Sturzrisiko entgegengewirkt werden. In den folgenden Absätzen haben wir ein paar dieser Veränderungen aufgeführt.

 

Reichliche Flüssigkeit

Wichtig bei Senioren ist auch ein ausreichend gedeckter Flüssigkeitsbedarf. Bei Flüssigkeitsmangel kann es zu Bewusstseinseintrübungen oder Ohnmachtsanfällen kommen. Auch Diabetiker sind durch Über- oder Unterzuckerung gefährdet. Das Sturzrisiko ist in dieser Personengruppe deutlich erhöht. Es wird empfohlen mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich zu nehmen.

 

Körperliches Training

Tägliche Bewegung ist wichtig um die Muskulatur aufrecht zu erhalten. Dazu gehören Spaziergänge oder das Wandern in der freien Natur. Auch sportliche Aktivitäten mehrmals die Woche tun dem Körper gut. Dies kann in Sportvereinen und Seniorensportgruppen geschehen. Besonders Wassergymnastik, Yoga oder Tanzen helfen den Gleichgewichtssinn zu trainieren.

 

Maßnahmen im Haus

Die meisten Unfälle bei Senioren passieren im Haushalt. Für ältere Menschen werden hierbei besonders die Badewanne oder Dusche zu einem immer schwieriger werdenen Hindernis. Hier können schon kleine Hilfsmittel,wie Antirutschmatten und Haltegriffe, für ein sichereres Gefühl im Badezimmer sorgen. Auch Duschhocker und Duschstühle können die körperliche Anstrengung erleichtern und die Sicherheit erhöhen und ermöglichen barrierefreies Duschen. Was Sie auch mit einem Antrag bei der Pflegeversicherung geltend machen können.

Viele Stolperfallen werden nicht auf Anhieb erkannt, unter Teppichen sollten immer rutschfeste Matten oder Klebestreifen angebracht werden. Viele Teppichläufer sollten am besten ganz entfernt werden, da die Kanten immer eine Gefahr bergen.

 

Kleidung

Rutschfeste Schuhe sind auch bei kurzen Wegen sehr wichtig. Achten Sie darauf, dass auch die bequemen Hausschuhe über eine rutschfeste Sohle verfügen. Für die Vermeidung von schweren Prellungen und Brüchen gibt es Unterwäsche mit Protektoren. Besondere Hüftschutzhosen schützen beispielsweise durch Polster auf Hüfthöhe.

 

Gehhilfen und Rollatoren

Mit einem Rollator können auch schwierige Einkaufswege wieder möglich gemacht werden. Der Rollator bietetn einen sicheren Gang und kann praktischerweise mit einem Korb auch beim Transport des Einkaufs helfen. Manche Rollatoren bieten auch die Möglichkeit sich jederzeit darauf zu setzen zum Verschnaufen, so sind Sie nicht darauf angewiesen nach Sitzgelegenheiten ausschau zu halten. Gehhilfen können bei Bedarf vom Hausarzt verschrieben und von der Pflegekasse genehmigt werden.

 

Dies sind nur einige Tipps um das Sturzrisiko zu verringern. Natürlich muss man die Situation bei jedem individuell nach den Gefahrenquellen in der Wohnung und bei den Senioren selbst beurteilen. Denn Sicherheit steht an erster Stelle. Regelmäßige Besuche beim Hausarzt sind selbstverständlich.

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