Regelmäßige Medikamenteneinnahme ist im Alter besonders wichtig

Mehr Medikamente im Alter, die Priscus Liste klärt auf und informiert

Für die meisten Menschen ist es in hohem Alter besonders wichtig, dass Sie Ihre medizinischen Präparate regelmäßig einnehmen. Je mehr bestimmte Krankheiten sich jedoch in ihrem Verlauf verschlechtern umso schwieriger wird es mit der Selbstüberwachung. Dies ist zum Beispiel bei zunehmender Demenz und Alzheimer Erkrankung der Fall. Am Anfang können noch so genannte Medikamenten-Dosier-Systeme mit der Aufschrift: morgens, mittags, nachmittags, abends, nachts eine Hilfe sein. Der Patient weiß zum Beispiel wenn um fünfzehn Uhr noch eine Tablette im Kästchen mittags liegt, dass er vergessen hat diese zu nehmen. Um die Tabletten zuordnen zu können, gibt es hier einen Trick wie man Medikamente nicht verwechselt.

In jungen Jahren haben viele die gute Gesundheit als mehr oder weniger selbstverständlich hingenommen, im Alter, oft wenn das Leben als Rentner beginnt, stellen sich dann auf einmal Krankheiten ein, die nach einer Dauermedikation verlangen. Es müssen nicht immer schlimmste Erkrankungen mit fortschreitender Symptomatik sein. Bluthochdruck, Diabetes Mellitus (besonders Typ II), Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörungen, Schlaganfall, Arthrose, Rheuma / Gicht sowie Altersweitsichtigkeit bis hin zur feuchten oder trockenen Makuladegeneration, Laktoseintolleranz und Blasenschwäche mit folgender Inkontinenz ein- oder beidseitig sind häufig anzutreffende Erkrankungen bei älteren Menschen. Bei Frauen findet sich auch oft das Krankheitsbild der Osteoporose.

Worauf basieren die Werte der Priscus Liste
Für die Medikamentierung im Alter gibt es jetzt eine Liste, die Priscus-Liste (in den USA Beers-List genannt), die unter anderem darüber aufklärt, welche Nebenwirkungen bei bestimmten Medizinprodukten evtl. zu erwarten sind. Die dargelegten Informationen sind Ergebnisse, die auf klinischen Studien beruhen und unabhängig von Pharmakonzernen und deren Interessen erstellt wurden. Eine Veröffentlichung erfolgt im Internet.

medikamentIm Alter wirken Medikamente nämlich anders
Die Nebenwirkungen der an jungen Patienten getesteten Medikamente können bei alten Menschen aufgrund Ihrer Vorerkrankungen sowie der reduzierten Ausscheidungsfunktion von Leber und Niere in wesentlich stärkerer Form auftreten. Übelkeit ist da noch eine harmlose Nebenwirkung. Sehr häufig kommt es zu verschwommenen Sehbildern und Schwindelanfällen. Dadurch erhöht sich die Sturzgefahr und in Folge die Gefahr von Knochenbrüchen. Ein fataler Kreislauf. Vor allem, wenn dann die betroffenen Personen an beginnender oder fortgeschrittener Osteoporose leiden was auf eine fehlende Knochendichte hindeutet. Dadurch wiederum ist der Heilungsprozess verlangsamt.
Arzneimittelexperten gehen mittlerweile davon aus, dass 11 Prozent der ins Krankenhaus eingelieferten Menschen eigentlich nur an den Auswirkungen von viel zu vielen Medikamenten leiden

Leider gehört für viele ältere aber vor allem alte Menschen ein „Medikamentencocktail“ zum täglichen „Speiseplan“. Die Wechselwirkungen untereinander und in Folge die Nebenwirkungen sind fatal für Körper, Geist und Psyche. In der Priscus Liste, die von Wissenschaftlern der Universität Witten-Herdecke entwickelt wurde, werden 83 Medizinpräparate als problematisch für Senioren deklariert.
Gleichzeitig geben Sie aber auch medikamentöse Alternativen bekannt die besser vertragen werden könnten. Ist der Verzicht auf gelistete Medikamente seitens des behandelnden Arztes nicht zu vertreten sollten verstärkt die Monitorparameter in kürzeren Intervallen als sonst üblich eingesetzt werden um den Patienten engmaschig zu kontrollieren.

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