Private Unfallversicherung für Senioren

Erleidet man durch einen Unfall eine Gesundheitsschädigung, kann die private Unfallversicherung umfassende Hilfe bieten. Rentner benötigen die Privatversicherung, da ihnen die gesetzliche Unfallversicherung nicht hilft. Der gesetzliche Schutz greift nur bei Unfällen während der Arbeit sowie auf dem Hin- und Rückweg. Auch Senioren, die noch arbeitstätig sind, sollten eine private Unfallversicherung abschließen. Denn rund 70 Prozent aller Unfälle passieren in der Freizeit. Gerade für ältere Menschen haben Unfälle oft verheerende Folgen. Nur die Privatversicherung zahlt sowohl bei Freizeit- als auch bei Arbeitsunfällen.

Leistungen der privaten Unfallversicherung

Die private Unfallversicherung bietet unter anderem Krankenhaustagegeld, eine sofortige Zahlung und eine lebenslange Rente. Der Kunde selbst bestimmt mit, welche
Geldleistungen er erhält.
Basis hierfür sind die Grundsumme (beispielsweise 100.000 Euro) und die Gliedertaxe der Versicherung. Die Grundsumme legen Kunde und Versicherung beim Vertragsabschluss fest. Die Gliedertaxe ist bei den Versicherern unterschiedlich. Die Gliedertaxe besagt, bei welchen körperlichen Schäden welcher Invaliditätsgrad vorliegt. Je stärker die Invalidität, desto höher der Anteil der Grundsumme, den der Versicherte bekommt.
Die Gliedertaxe weist Schäden an Körperteilen bestimmte Prozentsätze zu. Oft wird beispielsweise der Verlust oder die Funktionsuntüchtigkeit einer Hand als 55-prozentige Invalidität gewertet. Einige Unfallversicherungen sehen hierfür einen höheren Invaliditätsgrad vor. Das Geld, das der Versicherte dann erhält, ist entsprechend höher.

Progression

Die empfehlenswerte Möglichkeit der Progression ist eine Besonderheit der privaten Unfallversicherung. Durch sie kann der Versicherte eine besonders hohe Entschädigung bei sehr starker Invalidität erhalten. Bestimmt er beispielsweise eine 225-prozentige Progression, so bekommt er bei Vollinvalidität 225 Prozent der Grundsumme. Somit erhält er bei einer Grundsumme von 100.000 Euro 225.000 statt 100.000 Euro. Eine Progression ist ratsam, da sehr starke Schäden besonders hohe finanzielle Verluste nach sich ziehen.

Einmalige Summe oder Rente?

Der Kunde kann selbst entscheiden, ob er im Versicherungsfall eine Einmalzahlung oder eine Rente erhält. Auch hierüber bestimmen der Kunde und der Versicherer beim Vertragsabschluss. Die Rente wird dem Versicherten lebenslang gezahlt, allerdings erst ab 50-prozentiger Invalidität. Empfehlenswerter ist eine einmalige Auszahlung, die schon bei 1-prozentiger Invalidität gewährt wird. Zudem kann der Versicherte dieses Kapital sofort verwenden und später vererben.

Sehr wichtig für Senioren

Ältere Menschen sollten sich unbedingt für einen Tarif entscheiden, der die Hilfe im Haushalt und bei der Pflege organisiert und finanziert. Manche Tarife leisten nur die Vermittlung eines Beraters. So oder so sollte man zunächst weitere Informationen einholen und mehrere Angebote vergleichen.

About Tino

Tino Hartmann (24) ist Diplom Student im Bereich Betriebswirtschaftslehre an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale). In den Bereichen Wirtschaft, Technik und Internet hat er fundiertes Fachwissen, welches er in Ihren Blogbeiträgen vermitteln will. Tino freut sich über Kommentare zu seinen Beiträgen. :)
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3 Responses to Private Unfallversicherung für Senioren

  1. Regina says:

    Hey Tino,

    weißt du zufällig, ob solche Versicherungen auch Sonderzuzahlungen machen, wenn der Versicherte nach einem schweren Sturz um Haushalt einen dieser Lifte kaufen will? Also abseids von der generellen Leistung, die einen durch die Einmalauszahlung oder Rente sowieso erwartet. Mein Opa hat nämlich schon länger eine private Unfallversicherung und hat sich nun das Gelenk zersplittert, wobei auch nicht ganz klar ist, ob er wieder richtig gehen kann. Deshalb ist auch noch nicht der Invalidenstatus klar.

    Gruß
    Regina

  2. Tino says:

    Hallo Regina,

    anbei die Antwort auf deine Frage von einem Experten. :)

    „Es kommt darauf an, ob bei Vertragsabschluss ein Übergangsgeld vereinbart wurde oder ob in dem Tarif ein Übergangsgeld von vorneherein zum Deckungskonzept gehört. Meist sind es 5.000 – 10.000,- EUR die vereinbart werden. Diese Summe steht dann dem Versicherungsnehmer (OPA) für solche Zwecke (z.B. Lift) zur Verfügung, bevor die Gesamtleistung ausgezahlt wird.“

    Bei weiteren Fragen können Sie auch gerne über die kostenlose Hotline 0800 300 300 9 direkt einen Experten auf diesem Gebiet kontaktieren.

    Liebe Grüße

    Tino

  3. Miriam says:

    Also ich muss ehrlicherweise sagen, dass solche Zuzahlungen eher selten sind :-(

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