Pflegeheime – drum prüfe, wer sich ewig bindet

Am Anfang führt man als Angehöriger oder Betroffener immer tolle Gespräche mit der Leiterin/dem Leiter eines stationären Pflegeheims.  Die erste Begeisterung oder auch Euphorie aus diesen Kennenlerngesprächen schwindet dann,  wenn der Pflegealltag zutage tritt. So ein freundlicher Kaffeeklatsch mit der Heimleiterin ist nicht so effektiv. Stellen Sie die richtigen Fragen.  Drum prüfe wer sich ewig bindet, gilt für die Eheschließung, doch man möchte auch bei der Auswahl eines Pflegeheims, den Betroffenen dazu raten, das so gründlich wie möglich zu tun, bevor man hier einzieht.

In einem Abstand von 5 Jahren sind Prüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen vorgesehen. Diese Prüfberichte sind inzwischen öffentlich und können eingesehen werden.

Informieren Sie das Heim, dass Sie sich einmal umsehen werden und suchen Sie das Pflegeheim einfach außerhalb der Reihe auf und erkundigen Sie sich in den Gemeinschaftsräumen bei den Bewohnern nach ihrem Befinden und der Versorgung. Sollte die Heimleitung das Ansinnen von vorneherein ablehnen, wissen Sie, was davon zu halten ist.

Lassen Sie sich von der Pflegeheimleitung erläutern, wie der Tag strukturiert ist und was in der Woche und über den Monat für Betreuungsangebote für die aktiveren Bewohner gemacht werden.   Fragen Sie nach der Essensversorgung, auch danach, ob man beim Mittagessen wählen kann.  Erkundigen Sie sich nach dem Anteil der unterbrachten dementen Personen. Er sollte nicht zu hoch sein, wenn man geistig rege ist, passt das nicht zusammen.

Verwenden Sie auch die eigene Nase, um das Heim zu beurteilen. Uringeruch ist das auch ein schlechtes Zeichen, was die Betreuungsintensität angeht.

Erfragen Sie ob es ein Beschwerdemanagement gibt. Das klingt zwar jetzt etwas kühl, bedeutet aber, dass es überhaupt eine Dokumentation von Beschwerden gibt. Das Fehlen einer solchen Dokumentation bedeutet schlichtweg dass sich das Heim für das Feedback seiner Bewohner nicht interessiert.

Verlieren Sie dann das Interesse, dann wechseln Sie einfach die Spur und überlegen Sie sich, ob Sie zuhause betreut werden wollen. Vielleicht kennen Sie diese Möglichkeit noch gar nicht oder haben nur unbestimmt davon gehört. Ziehen Sie auch diese Möglichkeit in Erwägung, zum Beispiel polnische Pflegekräfte finden Sie hier.

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