Mini-Mental-Test: Leidet Ihr Angehöriger an Demenz?

Mit dem Mini-Mental-Test können Sie feststellen, ob Ihr Angehöriger an Demenz leidet und wie weit die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Wie bei vielen anderen Tests liefert der Mini-Mental-Test keine zu 100 Prozent verlässlichen Informationen. Er gibt aber Hinweise auf eine Demenz, die Sie von einem Arzt bestätigen lassen können.

Bei dem Mini-Mental-Test handelt es sich um ein sogenanntes Screening-Verfahren, bei dem die Hirnleistung Ihres Angehörigen überprüft wird. Dieser Test wird mittlerweile am häufigsten verwendet, um eine eventuelle Demenz festzustellen.

Wie funktioniert der Mini-Mental-Test?

Bei dem Mini-Mental-Test muss der Patient insgesamt 30 Fragen beantworten. Dabei wird seine Hirnleistung angespornt und überprüft, wie viele Antworten er richtig beantworten konnte. Dabei teilt sich der Test in verschiedene Kategorien: Orientierung, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Lese- und Schreibfähigkeit. Nehmen Sie sich für diesen Test 10 Minuten Zeit.

Ablauf des Mini-Mental-Tests

Der Ablauf des Mini-Mental-Tests ist eigentlich ganz einfach und auch von Ihnen alleine zuhause durchzuführen. Sie können sich die Fragen dazu sogar selbst ausdenken. Insgesamt sollten Sie aber die folgende Punktwertung berücksichtigen: Eine schwere kognitive Einschränkung liegt vor, wenn 0-17 Punkte erreicht wurden, eine leichte kognitive Einschränkung liegt vor, wenn 18-24 Punkte erreicht wurden und Ihr Angehöriger leidet nicht an Demenz, wenn er 25-30 Punkte erreicht.

Welche Fragen können Sie stellen?

Die Fragen zum Mini-Mental-Test können Sie sich aussuchen, es müssen jedoch Fragen sein, die Ihren Angehörigen direkt betreffen. Stellen Sie also Fragen zur Person, also zum Alter, zum Namen usw. Weiterhin können Sie Fragen zum Datum, zur Jahreszeit, zum Jahr, zum Monat oder Wochentag stellen. Auch Fragen zum Standort sollten im Mini-Mental-Test behandelt werden. Fragen Sie beispielsweise, in welchem Bundesland Sie leben oder in welcher Stadt.

Testen Sie die Gedächtnisleistung

Im folgenden Schritt soll die Hirnleistung Ihres Angehörigen überprüft werden. Zählen Sie beispielsweise drei Dinge auf, die Ihr Angehöriger direkt aufsagen soll. Nehmen Sie beispielsweise die Begriffe: Auto, Dreirad, Ampel. Sinnvoll ist es, Begriffe aus einem Wortfeld zu wählen, damit kommt Ihr Angehöriger sicher besser zurecht. Auch Buchstabieraufgaben gehören zum Mini-Mental-Test dazu. Nennen Sie Ihrem Angehörigen ein leichtes Wort wie „Tür“. Dieses soll er nun rückwärts buchstabieren.

Wiederholen Sie diese Übungen und vergeben Sie Punkte. Testen Sie aus, ob Ihr Angehöriger auch noch nach zehn Minuten die oben stehenden drei Begriffe aufzählen kann. Bringen Sie zwischendurch immer neue Übungen ein, beispielsweise sagen Sie ein Sprichwort (Reden ist Silber, Schweigen ist Gold) auf, welches Ihr Angehöriger nachsagen soll. Testen Sie auch das Leseverständnis, indem Sie Aufgaben auf ein Blatt Papier schreiben, die der Angehörige direkt lösen soll, z.B. „Schließe die Augen“.

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