Hitzewallungen in den Wechseljahren

Eines der häufigsten und bekanntesten Symptome der Wechseljahre (Klimakterium) sind Hitzewallungen. Zugleich ist es auch das am meisten gefürchtete Symptom, denn es ist in den Gedanken der Betroffenen mit Peinlichkeiten verbunden: Ein hochroter Kopf und Hals, Schweiß mit möglicher Geruchsbildung, feuchte Stellen in der Kleidung – all das ist keine angenehme Vorstellung. Hitzewallungen in den Wechseljahren sind jedoch nicht die einzigen Probleme, denen „Frau“ (und übrigens auch „Mann“) sich stellen müssen.

 

Wie kommt es zu Symptomen der Wechseljahre?

Die Wechseljahre sind ein Zeitabschnitt von mehreren Jahren (etwa ab dem 40. bis zum 65. Lebensjahr), in denen das weibliche Hormonsystem sich vollständig verändert. Die Hormone, vor allem das Östrogen, werden nicht länger zur Fortpflanzung benötigt, und daher stellen die Eierstöcke die Produktion langsam ein. Es kommt zu Schwankungen im Hormonspiegel. Da die Hormone jedoch Einfluss auf fast alle Körperfunktionen nehmen, wirkt sich das Auf und Ab auch körperlich aus. Beschwerden wie unregelmäßige Blutungen, Gewichtszunahme, Schlafschwierigkeiten, Brustspannung, Stimmungsschwankungen oder eben Hitzewallungen sind die typischen Anzeichen des Klimakteriums. Hitzewallungen treten dabei besonders vor der Menopause, also der endgültig letzten Monatsblutung, auf.

Schnelle Abhilfe bei Hitzewallungen

Glücklicherweise haben nur etwa ein Drittel aller Frauen während der Wechseljahre sehr starke Beschwerden. Ein weiteres Drittel hat leichte Symptome, und das letzte Drittel leidet praktisch nicht unter der hormonellen Umstellung. Wer jedoch starke Hitzewallungen hat, braucht schnelle Hilfe. Grundsätzlich ist atmungsaktive Kleidung gut. Mehrere Lagen übereinander ermöglichen die Anpassung an die jeweilige Situation und Befindlichkeit. Kommt es ganz schlimm, ist eine Bluse oder Ähnliches zum Wechseln ideal. Die Benutzung eines guten Antitranspirants, wie es u.a. hier erhältlich ist, gibt Sicherheit, nach einer Schwitzattacke nicht zu Riechen. Mit Erfrischungstüchern in der Handtasche kann auch unterwegs schnell reagiert werden.
Ob zu Hause oder unterwegs: Meist ist Wasser in der Nähe. Kalte Güsse über die Unterarme kühlen den gesamten Körper ab. Zu Hause ist eine lauwarme Dusche mit einem kühlenden Duschöl (z. B. Minze) das Mittel der Wahl. Auch Kneipp’sches Wassertreten hilft. Da Stress die Hitzewallungen verstärkt, hilft eine kurze Entspannungsübung oder einfach ein paar ruhige Atemzüge an der frischen Luft bzw. am offenen Fenster.

 

Hilfe aus der Natur

Die natürlichste Hilfe ist unsere Nahrung. Eine ausgewogene, pflanzenbetonte Ernährung mit sogenannten Phytoöstrogenen (Nahrungsbestandteile mit östrogenartiger Wirkung) aus Soja, Leinsamen, Hülsenfrüchten oder Sonnenblumen wirkt nicht nur gegen überflüssige Pfunde, sondern auch gegen Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen. Phytoöstrogene sind auch in verschiedenen Heilpflanzen enthalten, etwa in Rotklee, Traubensilberkerze oder Mönchspfeffer. Sie sind als Kapsel oder Tee erhältlich. Gegen übermäßige Hitze hilft oft auch schon ein einfacher Salbeitee.
Alternativmedizinische Naturheilverfahren wie die Behandlung mit homöopathischen Mitteln (Globuli), Schüssler-Salzen, Bachblüten, der Aromatherapie, Akupunktur oder Ayurvedischen Anwendungen haben gute Erfahrungen gebracht. Auch Entspannungstechniken wie Qi Gong oder Hormon-Yoga können die Beschwerden gut lindern. Jede Frau hat die Wahl, eine passende Hilfe zu finden.

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