Haustiere – Besser als jede Medizin

Bereits heute nennen 1,5 Millionen Senioren einen Hund ihr Eigen. Bei Katzen sind es sogar 1,8 Millionen. Aber auch die kleineren Haustiere wie Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen und Wellensittich erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Die kleinen oder großen Freunde können dabei wahre Wunder bewirken.

Senioren, die einen Hund besitzen, müssen täglich ein- oder mehrmals mit dem Vierbeiner Gassi gehen. Die regelmäßige Bewegung kommt Immunsystem, Knochen, Muskeln und Gelenken zu Gute. Kaum Verwunderlich, dass ältere Haustierbesitzer seltener erkranken und demnach auch weniger häufig gezwungen sind, einen Arzt aufzusuchen.

So wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bestätigt, dass Senioren mit Haustier nur 2,7-mal pro Jahr einen Mediziner aufsuchen.  Zum Vergleich: Bei älteren Menschen ohne Haustier liegt die Zahl der Besuche bei 3,2-mal pro Jahr.

So ist es also nur logisch, dass von Haustierbesitzern deutlich weniger Medikamente eingenommen werden müssen, als sonst für die Altersgruppe üblich wäre.

Neben den genannten Effekten auf die körperliche Gesundheit, kann auch eine positive Beeinflussung der Psyche beobachtet werden. Ältere Menschen fühlen sich seltener einsam und sehen sich durch die Bedürfnisse der kleinen Mitbewohner jeden Tag vor neue Aufgaben gestellt. Dadurch kommt es zu einer Neustrukturierung des Alltags und die im Alter gehäuft auftretenden Depressionen können vermieden oder zumindest abgeschwächt werden.

Neuesten Studien zufolge soll der regelmäßige Kontakt zu Tieren auch der Entwicklung und dem Fortschreiten von Demenz vorbeugen.

Katze und Hund

Mehr als 3 Millionen Senioren besitzen einen Hund oder eine Katze (Foto by Claudio Matsuoko Flickr)

Die Anschaffung eines Haustiers sollte gut überdacht werden

Doch auch, wenn ein Haustier viele Vorteile mit sich bringt, sollte eine Anschaffung gut überdacht werden. Nicht jedes Tier passt zum potentiellen Halter. So brauchen zum Beispiel gerade junge Tiere viel Aufmerksamkeit und Zuwendung. Dieser Herausforderung sind nicht immer alle älteren Menschen gewachsen.

Auch sollte bedacht werden, dass Haustiere immer auch ein gewisses Allergiepotential in sich bergen. Es sollte also schon vorher abgeklärt werden, dass man selber oder Verwandte, die häufig zu Besuch kommen, nicht unter einer sogenannten Tierhaarallergie leiden.

Des Weiteren sollte man sich vorher erkundigen, ob der Vermieter Haustierhaltung in der Wohnung erlaubt und ob man selbst genügend Platz für Hund, Katze und Co. in seinen vier Wänden hat.

Ist dies nicht der Fall, wäre vielleicht die Anschaffung eines Nagers die sinnvollste Lösung. Gerade Kaninchen sind relativ pflegeleicht und freuen sich über viele Streicheleinheiten. Doch Vorsicht: Machen die kleinen einen Ausflug durch die Wohnung, sollte sichergestellt werden, dass sich alle Kabel außer Reichweite befinden. Nur zu gern werden diese angenagt.

Was viele nicht wissen: Es ist durchaus möglich, Kaninchen an die Benutzung einer Katzentoilette zu gewöhnen. So ist eine hygienischere Haltung möglich, die zusätzlich mit weniger Aufwand verbunden ist.

Auch ein Kaninchen kann Ihr Leben bereichern (Foto by tangi_bertin Flickr)

Auch ein Kaninchen kann Ihr Leben bereichern (Foto by tangi_bertin Flickr)

Ein Hund bringt neuen Schwung in Ihr Leben

Für sportlich aktive Senioren bietet sich die Anschaffung eines Hundes an. Diese Vierbeiner lieben ausgiebige Spaziergänge und freuen sich, wenn Herrchen oder Frauchen sie auf lange Wanderungen oder Nordic-Walking– und Jogging-Touren mitnehmen.

Ist man sich noch nicht sicher, ob ein Hund  gut zu einem passen würde, ist ein Besuch des Tierheims ratsam. Dort ist es oftmals möglich, sich einen Hund auszusuchen und mit ihm eine große Runde zu absolvieren. So kann ausgetestet werden, ob man den ständigen Spaziergängen mit den temperamentvollen Vierbeinern gewachsen ist.

Ist in der eigenen Wohnung nicht genügend Platz, bieten viele Tierheime auch an, regelmäßig mit Hunden Gassi zu gehen.

Vielleicht hat man aber auch Nachbarn, die sich über eine Unterstützung bei der Versorgung ihres Hundes freuen würden.

Auf diese Weise kann nicht nur eine Bindung zu einem liebevollen kleinen Gefährten aufgebaut werden. Zusätzlich ist das Knüpfen neuer Kontakte möglich.

Hund

Der Hund - ein treuer Gerfährte, der fit hält (Foto by Tobyotter Flickr)

Fazit

Zusammenfassend kann also festgestellt werden, dass die Anschaffung eines Haustiers mit vielen Vorteilen für körperliche und seelische Gesundheit verbunden ist. Besteht also der Wunsch nach tierischer Gesellschaft, sollten erst alle Rahmenbedingungen überprüft und dann in Ruhe abgewogen werden, welche Vier- oder geflügelten Zweibeiner am besten passen würden. So steht einem glücklichen Zusammenleben nichts mehr im Wege.

About Mel

Melanie Reichelt (26) ist Master Studentin im Bereich Ernährungswissenschaften an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale). In den Bereichen Ernährung, Gesundheit & Medizin hat Sie fundiertes Fachwissen, welches Sie in Ihren Blogbeiträgen vermitteln will. Mel würde sich über Kommentare zu Ihren Beiträgen freuen. :)
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