Bluthochdruck – Nicht immer ist eine medikamentöse Therapie notwendig!

Zirka 20 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden unter Bluthochdruck (Hypertonie). Wobei im Alter die Auftrittshäufigkeit des Bluthochdrucks deutlich zunimmt. Eine Behandlung von Hypertonie erfolgt in den meisten Fällen medikamentös. Doch ist das wirklich notwendig?

Risikofaktoren für eine Hypertonieentwicklung sind unter anderem Übergewicht, übermäßiger Alkoholgenuss und das Rauchen von Zigaretten.

Liegt also keine grundlegende organische Ursache für die Erkrankung vor, kann auch auf alternative Möglichkeiten der Blutdrucksenkung zurückgegriffen werden.

Schon die genannten Risikofaktoren legen nahe, um welche Alternativen es sich handeln könnte: Der Verzicht – oder zumindest die Reduktion – auf das Rauchen kann bereits eine gewisse Senkung bezwecken. Zudem wirken sich regelmäßige körperliche Aktivität, Stressabbau und eine ausgewogene Ernährung positiv auf die Entwicklung des Blutdrucks aus.

Blutdrucksenkung durch geeignete Ernährung

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sollte in erster Linie die Aufnahme von Speisesalz minimiert werden. Dies gestaltet sich oft nicht so einfach, da viele Produkte sehr viel Salz enthalten. Den meisten Bluthochdruckpatienten ist dies nicht bewusst. Vor allem Fertigprodukte, die vermehrt auf den Markt drängen, weisen hohe Gehalte auf. Demnach ist es günstiger und in den meisten Fällen auch wesentlich schmackhafter, die gewünschten Gerichte selbst und aus frischen Zutaten zuzubereiten.

Der problematische Inhaltsstoff im Speisesalz selber ist das Natrium. Dieses ist auch in Mineralwässern enthalten. Deswegen ist es gerade für Bluthochdruckpatienten ratsam, einen genauen Blick auf das Etikett zu werfen. Nur Mineralwässer mit der Aufschrift „natriumarm“ können bedenkenlos getrunken werden. Leitungswasser enthält im Übrigen nur geringe Gehalte an Natrium und kann mit gutem Gewissen konsumiert werden.

Neben einer natriumarmen, ist auch eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse – entsprechend der Nährstoffpyramide unverzichtbar. So werden alle notwendigen Vitamine aufgenommen und der Stoffwechsel kann all seinen Funktionen nachkommen.

Günstig wirken sich auch hohe Gehalte an Kalium, Calcium und Magnesium in den Lebensmitteln auf.

Gute Nährstofflieferanten für Kalium, Calcium und Magnesium

Gute Nährstofflieferanten für Kalium, Calcium und Magnesium

Was viele nicht wissen: auch Lakritze kann zu einer messbaren Steigerung des Blutdrucks führen. Die Nascherei aus dem Saft der Süßholzwurzel enthält den blutdrucksteigernden Stoff Glyzyrrhizin. Schon ein Genuss von 100 g pro Tag kann sich negativ auswirken.

Bewegung – eine gute Ergänzung der Ernährungsumstellung

Wird neben der Modifikation der Ernährungsweise auch mehr Sport getrieben, kann eine weitere Senkung des Blutdrucks erzielt werden.

Vor allem Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren, Schwimmen und Nordic Walking erwiesen sich als günstig. Sie sollten 2-3 mal die Woche für mindestens 45 Minuten betrieben werden.

Die passende Kleidung und vor allem geeignetes Schuhwerk sorgen für optimalen Komfort und Schonung der Gelenke.

Nordic Walking

Nordic Walking (Foto by GAP089 Flickr)

In vielen Städten und Gemeinden haben sich bereits größere Gruppen von Senioren zusammengeschlossen, um gemeinsam mit Spaß und Freude die Gesundheit zu fördern. Viele Seniorensportvereine betreiben auch Webseiten im Internet, auf denen genaue Informationen aufgeführt sind.

Regelmäßige Messung notwendig

Selbstverständlich können die jeweiligen Effekte auf den Blutdruck nicht sofort erzielt werden. Aber schon nach wenigen Wochen werden erste Erfolge sichtbar.

Um diese nachvollziehen zu können, ist es wichtig, den Blutdruck regelmäßig mit einem geeigneten Blutdruckmessgerät zu kontrollieren.

Blutdruckmessgeräte sind seit geraumer Zeit auch frei verkäuflich erhältlich. So ist die Kontrolle des Blutdrucks ganz bequem zu Hause möglich. Zusätzliche Stressfaktoren wie langes Warten beim Arzt und Nervosität vor den jeweiligen Untersuchungen bleiben aus. So können oftmals sogar realistischere Messwerte erzielt werden.

Fazit

Liegt also kein organischer Grund für zu hohen Blutdruck vor, sollte zunächst einmal mit alternativen Methoden versucht werden, eine Senkung zu bezwecken. Schlagen diese nicht an, kann als letzte Maßnahme immer noch auf die Arzneimitteleinnahme zurückgegriffen werden. Oftmals bewirkt eine kleine Veränderung des Lebenswandels aber die gleichen Ergebnisse. Einen Versuch ist es allemal wert.

So kann einerseits Geld gespart und andererseits eine zusätzliche Arzneimitteleinnahme verhindert werden. Auf diese Weise können unter Umständen auch unerwünschte Medikamenten-Wechselwirkungen vermieden werden.

Attraktive und funktionelle Sportbekleidung, Nordic-Walking-Ausrüstung und Blutdruckmessgeräte finden sie auch in unserem Online-Shop.

About Mel

Melanie Reichelt (26) ist Master Studentin im Bereich Ernährungswissenschaften an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale). In den Bereichen Ernährung, Gesundheit & Medizin hat Sie fundiertes Fachwissen, welches Sie in Ihren Blogbeiträgen vermitteln will. Mel würde sich über Kommentare zu Ihren Beiträgen freuen. :)
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2 Responses to Bluthochdruck – Nicht immer ist eine medikamentöse Therapie notwendig!

  1. Hier wird endlich mal richtig darauf hingewiesen, dass nicht wie so oft fälschlicherweise Bluthochdruck am besten mit Medikamenten zu bekämpfen ist, sondern sich die Lebensumstände angesehen und gegebenenfalls umgestellt werden sollten. Leider wir viel zu oft zu früh zu Medikamenten gegriffen.

  2. Meine Rede! Es gibt zahlreiche Möglichkeiten durch die gesunde Veränderung der Lebensweise den Bluthochdruck zu bekämpfen.
    Darüberhinaus gibt es sowohl diverse Hausmittel als auch natürliche Substanzen, die helfen können.

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