Bipolare Störungen bei Senioren

Bipolare Störungen sind schwerwiegende Erkrankungen der Psyche, die in manchen Fällen lebensbedrohlich sein können. Betroffene Menschen leiden unter extremen episodischen Stimmungsschwankungen, einer sogenannten bipolaren Manie. Die Bandbreite reicht hier von einem überschwänglichen Gefühl des Glücks, bis hin zu extremer Verzweiflung und Trauer. Dieser stetige Wechsel zwischen Depression und Manie verhindert eine normale Alltagsbewältigung. Studien haben belegt, dass das Selbstmordrisiko etwa 30-fach erhöht ist. Die Betroffenen sind häufig zwischen 20 und 30 Jahre alt, doch es werden auch immer mehr Fälle von betroffenen Senioren bekannt. Da die Krankheit in vielen Fällen nicht erkannt wird und zunächst von einer anderen Ursache ausgegangen wird, gibt es eine Dunkelziffer. Da die Gesundheit stark gefährdet ist, sollte alles daran gesetzt werden, um den betroffenen Senioren zu helfen.

Mittlerweile ist die Erkrankungsrate von bipolaren Erkrankungen bei älteren Patienten mindestens genauso hoch wie bei jungen Altersgruppen. Menschen, die bereits in jüngeren Jahren zu Depressionen und Stimmungsschwankungen neigen, chronifizieren diese im Alter. Auch kommt es zu einer gesteigerten Episodenhäufigkeit. Neben der gesteigerten Suizidgefahr steigt auch die Wahrscheinlichkeit einer starken, kognitiven Beeinträchtigung. Da Senioren generell zu einer Risikogruppe gehören, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Demenz durch eine bipolare Störung im Alter, enorm.

Ein weiteres Problem ist, dass internistische Erkrankungen durch psychische Erkrankungen stark verschlechtert werden können. Menschen im hohen Alter haben in den meisten Fällen bereits einige körperliche Leiden, die sich durch die psychische Angegriffenheit steigern. Somit steigt die Sterberate enorm.

Bei der medikamentösen Behandlung müssen andere Erkrankungen bedacht werden. Die Wirksamkeit steht somit nicht an erster Stelle, sondern vor allem die möglichen Arzneimittelinteraktionen. Vor einigen Jahren wurden häufig atypische Antipsychotika verwendet, die allerdings viele Nebenwirkungen verursachen. Somit sollte bei älteren Patienten mit einer bipolaren Störung zu niedrigen Dosen gegriffen werden. Eine Kombinationstherapie aus de Antidepressiva und Stimmungsstabilisatoren senken das Selbstmordrisiko in der Regel stark. Viele und weiterführende Informationen sind auch auf der Seite Neue-Wege-Psychiatrie zu finden.

Zum Abschluss noch ein Video zu dipolaren Störungen:

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