Ab wann brauche ich einen Psychologen

Nicht jeder seelische Schmerz, den ein Mensch im Laufe seines Lebens erleidet bedeutet eine psychische Erkrankung, die fachärztlich behandelt werden sollte. Psychische Beeinträchtigungen bedürfen in jedem Fall der Beachtung und daher ist man gut beraten, die Symptome abklären zu lassen. Die Übergänge zwischen einer Erschöpfung oder Trauer zu einer Depression beispielsweise sind diffus. Betroffene sollten nicht zögern, zumindest beim Hausarzt vorzusprechen, wenn sie das Verlangen nach Linderung ihre Niedergeschlagenheit haben.

Gefährliche aber gut behandelbare Krankheit

Die Fälle Psychischer Erkrankungen sind in den letzten Jahren hierzulande rasant angestiegen. Zunächst kommen hierfür gesellschaftliche Ursachen in Betracht, wie steigender Leistungsdruck auf Arbeit und in der Familie. Aber auch eine wesentlich gestiegene gesellschaftliche Akzeptanz hinsichtlich solcher Krankheitsbilder führt dazu, dass Betroffene leichter den Weg in eine Behandlung finden. Weiterhin erreichen mittlerweile immer mehr Menschen ein hohes Lebensalter und werden folglich mit altersbedingten Krankheiten konfrontiert, wobei dies auch psychische Erkrankungen sein können.

Die häufigste Form psychischer Störungen, mit der ein Psychologe befasst ist, ist die Depression. Sie ist insbesondere durch Antriebslosigkeit, gedrückte Stimmung und Freudlosigkeit gekennzeichnet. An dieser Erkrankung wird schon deutlich, dass die Symptomatik wohl schon jeder am eigenen Leib erfahren hat. Gelingt es den Betroffenen auch durch Hilfe von Angehörigen solche Empfindungen schnell zu überwinden, dann liegt aus medizinischer Sicht kein Erfordernis zur Behandlung vor.
Neben der Depression kommen häufig Angststörungen vor. In einer zunehmend technisierten Gesellschaft ist eine Vielzahl auslösender Faktoren vorhanden. Des Weiteren kennt man Psychosen, bei denen die Patienten nicht vollständig zwischen Realität und eigener Wahrnehmung unterscheiden können. Häufig kommen auch Zwangsstörungen vor oder auch Schizophrenie, Borderline, Magersucht und die posttraumatische Belastungsstörung. Es kam in letzter Zeit zu einer enormen Zunahme des Chronischen Erschöpfungssyndroms (Burn-out-Syndrom) – ausgelöst durch Belastungseinflüsse von der Arbeit herrührend. Suchterkrankungen und die Demenz bei Senioren gehen ebenso mit einer Beeinträchtigung der Gesundheit einher. Die Einordnung der Erkrankung, an die ein Betroffener leidet, ist oft nicht eindeutig. Es überwiegt zwar eine bestimmte Symptomatik, doch es treten meistens Mischformen auf, so dass z. B. Menschen mit Zwangsstörungen auch mit Depressionen oder Psychosen zu kämpfen haben. Die meisten psychischen Erkrankungen lassen sich gut und erfolgreich behandeln. Ein Psychologe sollte immer dann aufgesucht werden, wenn Betroffene und Angehörige der Ansicht sind, dass die Symptomatik sich belastend auf die Lebensqualität auswirkt und somit ist dies ganz individuell. Es soll hierbei erwähnt werden, dass es sich hier immer auch um lebensbedrohliche Krankheiten handelt, denen jährlich in Deutschland 10.000 Menschen zum Opfer fallen. Um diese Menschen zu behandeln, gibt es viele Praxen wie zum Beispiel: Psychologe Freiburg.

Trauer und Depression

Ältere Menschen erleiden früher oder später den Verlust ihres Partners. Die natürliche Reaktion darauf ist die Trauer, die aber in ihrer Wahrnehmung einer krankhaften Depression sehr ähnelt. Individuelle emotionale Eigenschaften beeinflussen die Schwere der Trauer. Sie wird aber im Laufe der Zeit in einem Trauerprozess überwunden und bedarf in der Regel keiner ärztlichen Therapie. So kann aber auch der Verlust eines Menschen letztlich eine depressive Erkrankung auslösen. Dies ist im Einzelfall zu diagnostizieren.

Wer bezahlt?

Ärztlich bescheinigte psychische Erkrankungen werden im Rahmen von Gesprächs-, Verhaltens- und medikamentösen Therapien behandelt und entsprechend von den Krankenkassen getragen. Alternativ können bei leichter verlaufenden Krankheitsbildern auch Homöopathen Hilfe bieten, die in der Regel für das Erstgespräch etwa 120 Euro und für Folgesitzungen 30 bis 80 Euro berechnen.

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