19. Weihnachtsblogtürchen – Die Geschichte des Nussknackers

Werkzeuge zum Öffnen von Nüssen gibt es bereits seit der Antike. Der Nussknacker, der heute oftmals als weihnachtliche Dekoration so manches Wohnzimmer schmückt,  wurde jedoch erst im 16. Jahrhundert erstmals erwähnt.

Foto by Miala FlickR

Damals schenkte der englische König Heinrich VIII. seiner Frau einen solchen figürlichen Nussknacker.

Auch durch die Gebrüder Grimm wurden kunstvoll geschnitzte Nussknacker beschrieben: Im Hause aufgestellt, sollten sie böse Geister besänftigen.

Seine erste große Blütezeit erlebte der Nussknacker im 18. Jahrhundert. In verschiedenen Regionen wurden zu dieser Zeit unterschiedlichen Typen von Nussknackern gefertigt. In Südtirol beispielsweise wurden vor allem lustige Personen aus dem Volk nachempfunden. In Bayern wiederum wurden orientalische Figuren geschnitzt.

Nach teilweiser Einstellung des Bergbaus im Erzgebirge um 1800 legten die dort ansässigen Arbeiter ihr Hauptaugenmerk auf das Schnitzen von Dekogegenständen aus Holz. Neben Schwibbbögen und Räuchermännchen wurden nun auch aufwendige Nussknacker hergestellt. Auch große Persönlichkeiten der Geschichte wie Bismarck und Napoleon wurden in Form von Nussknackern verewigt.

Kein Wunder also, dass diese beliebte weihnachtliche Dekoration nicht nur bei den Kleinen großen Anklang fand.

Nach und nach verloren die figürlichen Nussknacker sogar ihre Knackfunktion und dienen auch heute noch lediglich dekorativen Zwecken.

About Mel

Melanie Reichelt (26) ist Master Studentin im Bereich Ernährungswissenschaften an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale). In den Bereichen Ernährung, Gesundheit & Medizin hat Sie fundiertes Fachwissen, welches Sie in Ihren Blogbeiträgen vermitteln will. Mel würde sich über Kommentare zu Ihren Beiträgen freuen. :)
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